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Wirtschaft, FinanzenLange Jahre war es einfach: Wenn eine Glühbirne kaputt war, kaufte man eben eine neue. Und heute? Die EU hat das Verbot von Glühbirnen beschlossen. Immer neue Leuchtmittel finden den Weg in die tägliche Anwendung: Bei IKEA gibt es Energiesparlampen, der Autoverkäufer wirbt mit Xenon-Licht, im Supermarkt liegen LED-Taschenlampen aus. Wir stellen die wichtigsten Leuchtmittel vor:
GrundlagenJeder Gegenstand sendet, wenn er erwärmt wird, elektromagnetische Strahlung aus, die so genannte Temperaturstrahlung. Bei Zimmer-Temperaturen liegt diese Strahlung im unsichtbaren (infraroten) Frequenzbereich. Wir kennen sie als spürbare Wärme. Ab Temperaturen von ca. 1.000 Grad Celsius enthält die Temperaturstrahlung auch sichtbare Anteile: Wir sehen, wenn ein Metall vor Hitze glüht. Je heißer der Gegenstand ist, desto mehr Licht strahlt er ab. Das ist die Grundlage jeder Glühbirne.
Glühbirnen sind also Temperaturstrahler.
In gängigen Glühbirnen wird ein Metalldraht mittels elektrischen Stroms erhitzt, bis er glüht und somit sichtbares Licht abstrahlt. Meist handelt es sich um einen etwa 1 Meter langen, gewendelten Wolframdraht. Er wird auf ca. 2.600 Grad Celsius erhitzt. Wolfram ist das Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt. Daher hält es hohen Temperaturen am besten stand. Damit der Draht nicht mit der Umgebungsluft verbrennt, ist er in einem Glaskolben untergebracht, der luftleer oder mit einem Schutzgas, meist einer Edelgasmischung, gefüllt ist.
Unproblematische Entsorgung (Glas, Metalle und Edelgasfüllung)
Die gute alte Glühbirne ist praktisch, simpel und billig. Aber sie hat ausgedient. Denn der Urtyp des „elektrischen“ Lichts kann moderne Anforderungen an Energieeffizienz nicht erfüllen. Nun müssen adäquate Alternativen her.
Umwelttechnik, Energie, Wohnen / 28.1.2009 / #
6 Kommentare
Hey, das ist mal ne richtig informative Serie. So richtig Durchblikck hat da doch kaum jemand. Ich freu mich schon auf die nächsten Artikel.
Daniel / 28.1.2009 – 8:19Diese Serie ist eine Superidee. Bis Nr. 9 wird mir noch manches Licht aufgehen.
irdo / 28.1.2009 – 12:02Ein bischen wehmütig wird mir ja doch ums Herz, hänge trotz Öko an der Glühbirne. Aber die Fakten sind wohl klar ... :-/ Bitte weitermachen!
Jenny / 29.1.2009 – 18:25Die Gluelampen macht man meistens abends und im Winter an, da hat mans gerne etwas warm, also wird meistens nichts vergeudet. Die Sparlampen sind doch nur ein Trick der Industrie, den eigenen Umsatz hochzujubeln. Die meisten Leute reagieren auf Sparlampen mit Stress, also kann das Medizinsystem neue Umsaetze machen....
Pieperich / 7.2.2009 – 3:28Aber leider ist Heizen mit Strom aus der Steckdose so ziemlich die ineffizienteste und umwelt-schädigendste Heizmethode, die es gibt (Stichworte: Wirkungsgrad von Kraftwerken, Atomstrom, Kohle-Verstromung, ...). Mit Glühbirnen heizen ist daher keine gute Idee!
Stephan B. / 7.2.2009 – 10:04Wir haben uns 2 der neuen Energiesparbirnen gekauft, hochpreisig der Firma Osram. Ein derart verzerrtes Lichtspektum habe ich noch nicht erlebt, außer bei Natriumdampflampen. Kaum Rotanteile, obwohl versprochen, kaltes, blaues Licht mit geringem Leuchtkegel. Also anstatt 2 Kerze nun 4 Sparlampen, die schauerliches Licht werfen. Kennt ihr eine Möglichkeit, außer der Eu an "alte" Lampen zu kommen. brötchen
broetchen / 1.10.2009 – 20:19