Strom aus der Sonne: Solardach erfüllt Erwartungen

Ein Erfahrungsbericht von Inke Raupach

Fotovoltaikanlage läuft seit 7 Jahren problemlos. Stromerzeugung entspricht etwa den Prognosen. Förderprogramme halfen bei der Finanzierung.

Fotovoltaikanlage auf Wohnhaus-DachSchon seit längerem hatten wir mit dem Gedanken gespielt, auf unserem Dach eine Fotovoltaikanlage zu installieren, um die Sonne als Stromerzeuger zu nutzen – vor allem der Umwelt zuliebe. Im Jahr 2000 (also noch zu D-Mark-Zeiten) entschlossen wir uns schließlich, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Standort

Zwar liegen wir in Mönchengladbach (zwischen Dortmund und Aachen) nicht in einer Gegend höchster Sonneneinstrahlung Deutschlands (siehe Karte), aber auf der anderen Seite hat eine Dachfläche unseres Hauses eine recht vorteilhafte Süd-Süd-Ost-Ausrichtung und einen günstigen Neigungswinkel.

Planung

Wir ließen uns also von einem kleinen lokalen Solartechnik-Unternehmen beraten. Dieses entwickelte ein passendes Anlagenkonzept und erstellte eine Kalkulation. Man entschied sich für eine ca. 24 qm große In-Dach-Anlage. Das heißt: Die Module werden anstelle der Dachziegel direkt auf den Dachstuhl montiert. Die 46 Solarmodule vom Typ BP 585 haben eine Leistungsgarantie von 20 Jahren und liefern eine Spitzenleistung von 3.1 kW (in der Fachsprache: 3.1 kW peak). Für die durchschnittliche Sonneneinstrahlung am Standort ergab dies eine prognostizierte Stromausbeute von 3.128 kWh pro Jahr.

Finanzierung

Im Mai 2000 beantragten wir bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) einen Kredit im Rahmen des 100.000-Dächer-Solarstrom-Programms. Gleichzeitig beantragten wir beim Land NRW, in das REN-Förderprogramm (Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen) aufgenommen zu werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Fördermittel für das Jahr 2000 jedoch bereits ausgeschöpft. So stellten wir die Anträge erneut im Januar 2001, diesmal mit Erfolg - wenn auch zu etwas ungünstigeren Konditionen. Denn inzwischen hatten sich die Preise für die Netzeinspeisegeräte verteuert und ein zusätzlicher Blitzschutz musste eingebaut werden.

Installation

Anfang Juli 2001 wurde die Anlage von der Solartechnikfirma, einem Dachdecker und einem Elektriker installiert. Ein Teil der Dachziegel wurde abgedeckt und durch die Solarmodule ersetzt. Die Module wurden über 2 Sunny Boy 3000-Wechselrichter mit einem extra Stromzähler verbunden. Die Wechselrichter wandeln den Gleichstrom aus den Solarzellen in Wechselstrom für das Stromnetz um. Da sich die Stromzähler im Keller befinden, mussten Kabelkanäle durch 3 Decken gebohrt werden. Schließlich begann am 9. Juli 2001 die Einspeisung „unseres Stroms“ in das Niederspannungsnetz des örtlichen Versorgungsunternehmens NVV AG, der heutigen New Netz GmbH. Und wir freuten uns doppelt über jeden Sonnentag.

Die Gesamtinvestitionskosten betrugen DM 62.085,-, d.h. € 31.744,-. Hiervon wurden € 5.997,- durch den REN-Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen abgedeckt. Die KfW beteiligte sich mit einem günstigen Darlehen über € 20.991,- (Laufzeit: 10 Jahre, Zinssatz: 1,9%). Die restlichen Investitionskosten von € 4.756,00 trugen wir selbst.

Laut Vertrag gemäß 100.000-Dächer-Programm wird uns der Strom 20 Jahre lang zu einem festen Preis von € 0,51 je kWh abgenommen. Bei 3.128 kWh bedeutet das Einnahmen von durchschnittlich ca. € 1.595,- pro Jahr.

Betrieb

Während der vergangenen 7 Jahre, in denen die Anlage störungsfrei lief, konnten wir an unserer „Stromernte“ gut beobachten, wie unterschiedlich sonnige Jahre es gab. Die Hauptsache für uns: Im Durchschnitt haben sich die Prognosen erfüllt. Somit wird sich die Solaranlage, wenn sie weiterhin ohne Ausfälle läuft, bereits vor Ablauf der 20-jährigen Garantieabnahmezeit amortisiert haben. Ab dann tun wir nicht nur der Umwelt sondern auch unserem Geldbeutel etwas Gutes!

In 6 Schritten zum Solardach

(alle Aufgaben kann ein kompetenter Solartechnik-Anbieter* durchführen):

1. Standortprüfung:

  • Sonneneinstrahlung
  • Ausrichtung, Neigung und Abschattung der Baufläche

2. Stromabnahmevertrag anfordern

3. Finanzierung

  • Erträge kalkulieren
  • Kosten erheben
  • Förderungen beantragen
  • Eigenkapital bereitstellen

4. Geräteauswahl

  • Solarmodule
  • Wechselrichter
  • Stromzähler

5. Installation

  • Solarmodul-Installation
  • Elektroinstallationen
  • Blitzschutz
  • Abnahme und Inbetriebnahme

6. Betrieb

  • Funktion überwachen
  • Einhaltung der Spezifikationen prüfen

* Solartechnik-Unternehmen in Ihrer Nähe finden Sie hier

 

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Haus, Strom, Bauen, Anlegen / 11.10.2008 / #

5 Kommentare

heyy ich suche zum thema sonnenkarft und energie sachen ablauf unsoo !! wwer kann helfen ?

maire / 3.9.2010 – 10:29

halooo !??? niemand da?

/ 3.9.2010 – 10:36

Sorry, was suchst Du??

/ 3.9.2010 – 15:45

hallo, ich habe gerade den Beitrag gelesen, weil ich mich z.Zt. über Solaranlagen, d.h. Stromerzeugung, informiere. Ich habe auf der Firmenseite EWT SolServ Kraftwerksbau GmbH detaillierte Infos zum Ablauf der Planung gefunden sowie zur Förderung unter http://www.ewt-solserv.de/investition.html . Ich würds da mal versuchen, ansonsten auch beim Bundesverband Solarwirtschaft.

Rati / 13.10.2010 – 10:04

Was ffcr eine Box soll es denn sein? Eher traditionell oder modren? Ich kann ja die schmalen und zweistf6ckigen Boxen empfehlen, da die super in jede Tasche passen und es da auch viele schf6ne Modelle gibt. Ansonsten wfcrde ich dir eine Box mit 700-900ml Volumen empfehlen, wenn du ffcr die Mittagspause richtig viel Hunger hast.

Daniel / 29.8.2012 – 3:49

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