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Vor drei Jahren habe ich mich dazu entschlossen, meinen Volvo V70, Baujahr 1997 auf Autogas/ LPG (Liquified Petroleum / Propane Gas) umzurüsten. Ein Kollege hatte mir von der Umrüstung seines Wagens berichtet und die Vorteile für mich lagen auf der Hand: Da ich beruflich lange Strecken fahre, kann ich so merklich Geld sparen. Autogas ist noch bis 2018 steuerlich begünstigt und so kostet der Liter zur Zeit nur 72 Cent (Stand: September 2008). Und nebenbei ist Gas auch noch etwas umweltfreundlicher als Benzin oder Diesel.
Inzwischen bieten viele Werkstätten den Einbau von Autogasanlagen an. (Dieselfahrzeuge lassen sich leider noch nicht umrüsten.) Mein Kollege empfahl mir für die Umrüstung eine Werkstatt, in der er sie selbst hatte vornehmen lassen. Dort habe ich mich eingehend informiert. Zum Beispiel wollte ich den Tank und die Füllstützen so eingebaut haben, dass von außen nicht erkennbar ist, dass ich mit Gas fahre.
Der Umbau war relativ problemlos und innerhalb einer Arbeitswoche erledigt. Autogasanlagen kosten zwischen 1500 und 3000 Euro. Welche Anlage für einen selbst die passende ist, hängt von dem Fahrzeug ab, in dem sie verbaut werden soll (und natürlich vom Geldbeutel). Ich würde empfehlen, nicht unbedingt das billigste Modell zu nehmen. Eine bessere Anlage lässt sich notfalls auch wieder in den nächsten Wagen einbauen. Meine Anlage zum Beispiel passt ohne weiteres in ein anderes Fahrzeug. Selbst wenn dieses einen anderen Motor (z. B. 6 Zylinder) haben sollte, kann die Anlage hierauf angepasst werden.
Dass ein Auto mit Gas fährt ist je nach Einbauart von außen nicht zu sehen. Bei mir zum Beispiel ist der Gastank in der Mulde für den Ersatzreifen untergebracht und der Einfüllstutzen befindet sich dort, wo der normale Sprit getankt wird. Das Fahrzeug startet ganz normal mit Sprit und schaltet nach ein paar Minuten automatisch auf Autogas um.
Das Tankstellennetz für Autogas wird immer dichter. Immer mehr Tankstellen an den Autobahnen bieten dies inzwischen an. In jeder Stadt gibt es mindesten eine Tankstelle, die Autogas verkauft.
Durch den Gasantrieb vermindert sich die Motorleistung etwas. Das ist für den durchschnittlichen Autofahrer aber ohne große Relevanz: Mein Auto fährt mit Gas noch 200 km/h schnell und das empfinde ich als völlig ausreichend. Außerdem ist der Verbrauch im Vergleich zu Benzin etwas erhöht; trotzdem spart man je nach Modell und Fahrweise zwischen zwischen 40 und 25 % Treibstoffkosten. Ich zahle beispielsweise insgesamt ca. 1/3 weniger als vorher. Als ungefähren Schätzwert muss man pro investierten 100 Euro also knapp 3.000 Kilometer fahren, damit sich die Anlage amortisiert. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Umstellung.
Kosten, Technik, Sparen / 20.9.2008 / #