Gesundes Essen für Kinder kochen

Mein Sohn ist leicht übergewichtig, obwohl er sich viel bewegt. Vielleicht stimmt etwas mit dem Essen nicht. Haben Sie einfache Ratschläge zum gesunden Kochen für Kinder?

Gesundes Kochen ist die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung - und ist oft gar nicht so schwer. Denn viele Kinder probieren erstmal alles, was ihre Eltern essen. Wenn die Eltern also vielfältig und gesund essen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch die Kinder gesundes Essen mögen werden. 

Ernährungs-Pyramide: Grundlage für gesunde ErnährungWichtig für eine gesunde Ernährung ist, dass sie abwechslungsreich ist. Verschiedene Sorten Obst, Gemüse, Fleisch bzw. Fisch, Nudeln, Brot, etc. sollten täglich wechseln.

Die Ernährungspyramide

Betreffend der Häufigkeiten und Mengen der Nahrungsmittel kann man sich im Normalfall gut an der Ernährungspyramide orientieren (siehe Abbildung):

Die Basis bilden die Grundnahrungsmittel, welche langkettige Kohlenhydrate (Stärken) enthalten: Z.B. Brot, Reis und Nudeln. Diese sollten mehrfach am Tag gegessen werden.

Auf der nächst höheren Ebene befinden sich Obst und Gemüse, die am besten 2- bis 3-mal täglich auf dem Speiseplan stehen.

Die dritte Stufe beinhaltet Protein-, also Eiweiß-haltige Nahrungsmittel: Milch und Milchprodukte sollten ebenfalls 2- bis 3-mal pro Tag, Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Nüsse und Bohnen (Hülsenfrüchte) etwa 1- bis 3-mal pro Woche verzehrt werden.

An der Spitze der Pyramide sind Zucker und Fette wie Pflanzenöle und Süßigkeiten zu finden, von denen nur wenig konsumiert werden sollte.

Ist ein Kind nicht an gesundes Essen gewöhnt, helfen manchmal auch kleine Tricks:

  • So kann z.B. Gemüse püriert und unter eine Tomatensauce gemischt werden.
  • Auch in leckeren Aufläufen kann man Gemüse "unterbringen".
  • Außerdem lassen sich einige Rezepte so schön anrichten, dass das Essen für die Kinder zum Vergnügen wird. (Ideen gibt es z.B. auf www.eltern.de) Hier 2 Vorschläge:

Schinkencrêpes-Schnecken

Zutaten (für ca. 20 Schnecken)

Für die Crêpes

  • 80 g Mehl
  • 1 Ei
  • 200 ml Milch
  • 1 Prise Salz 
  • 4 Scheiben Kochschinken
  • Butter zum Einfetten

Für den Tomatensud

  • 3 Strauchtomaten
  • 1 Zweig Thymian
  • 100 ml Gemüsebrühe 

Zum Dekorieren:

  • 200 g Cocktailtomaten
  • 1/4 Bund Schnittlauch

Zubereitung

Crêpes-Zutaten zu einem Teig verrühren. Den Backofen auf 100 Grad (Umluft 80 Grad) vorheizen. Eine beschichtete Pfanne mit 1/2 EL weicher Butter ausstreichen und auf mittlere Hitze aufwärmen. Für 1 Crêpe ein Viertel der Teigmenge in die Pfanne geben und auf jeder Seite 1-2 Minuten goldgelb backen. Auf jeden Crêpe 1 Scheibe gekochten Schinken legen. Die Crêpes aufrollen und im vorgeheizten Backofen warm stellen.

Die Cocktailtomaten waschen und halbieren. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden.

Für den Tomatenfond die Strauchtomaten waschen und in grobe Würfel schneiden. 1 Zweig Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Tomatenwürfel, Thymianblättchen und die Gemüsebrühe in einem hohen Becher mit dem Pürierstab grob pürieren.

Ein Sieb mit einem dünnen Geschirrtuch auslegen und über einen Topf hängen. Das Tomatenpüree in einen zweiten Topf umfüllen. Bei mittlerer Hitze aufkochen und noch 1 Minute köcheln lassen, dann den Topf vom Herd ziehen. Das Tomatenpüree sollte wirklich nur kurz köcheln, sonst werden die Tomaten zu weich, und der Fond bleibt nicht klar. Den heißen Fond durch das Sieb mit dem Tuch passieren. So gelangt nur der klare, aromatische Fond in den Topf. Diesen mit Salz abschmecken.

Für die Schnecken die Crêpesrollen in zwei Finger breite Scheiben schneiden. Die Scheiben in tiefe Teller setzen, dabei die Enden leicht abrollen, sodass Schnecken entstehen. Auf die Enden jeweils 1/2 oder 1 Cocktailtomate setzen. Vorsichtig den Tomatenfond dazugießen. Zum Schluss zwei kleine Löcher in jede Tomate stechen, z. B. mit einem Zahnstocher, und die Schnittlauch-Fühler hineinstecken.

Kartoffel-Raupe mit Feldsalat

Zutaten (für 2 Raupen)

Salat

  • Eine Handvoll Feldsalat
  • 3 EL Joghurt
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL Rapsöl
  • 1 Prise Salz
  • 4-5 Cocktailtomaten

Kartoffelcroûtons

  • 3 mittelgroße, fest kochende Kartoffeln
  • 1 EL Butterschmalz

Zubereitung

Den Feldsalat waschen und trocken schleudern. Joghurt, Senf und Rapsöl mit 1 Prise Salz mit dem Pürierstab schaumig mixen. Salat und Joghurtdressing beiseite stellen. Die Cocktailtomaten waschen, halbieren und salzen.

Die Kartoffeln schälen. Die kleinste Kartoffel quer halbieren. Aus jeder Kartoffelhälfte auf der Schnittfläche 2 kleine runde Vertiefungen als Augen und einen Schlitz als Mund herausschneiden. Aus den restlichen beiden Kartoffeln mit dem Kugelausstecher Kugeln ausstechen.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die beiden Kartoffelhälften mit der Schnittseite in die Pfanne legen und leicht bräunlich anbraten, Augen und Mund bleiben hell. Die Kartoffelhälften 3-4 Min. unter Rühren bei kleiner bis mittlerer Hitze weiter braten.

Die Kartoffelkugeln dazugeben. Kartoffelkugeln und -hälften nun bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam und unter stetigem Rühren von allen Seiten knusprig braun braten. Die Kartoffelstücke sollen außen langsam bräunen und dabei in der Mitte gar werden. Kartoffelkugeln und -hälften auf Küchenkrepp abtropfen lassen und leicht salzen. Kartoffelkugeln mit den Cocktailtomaten zu einer bunten Raupe legen, die Kartoffelhälften als Kopf an den Anfang setzen. Den Feldsalat drum herum legen und mit dem Joghurt- Senf-Dressing beträufeln.

 

Quellen: www.eltern.de, www.kinder-aktuell.de

 

biobay-ShopBio-Lebensmittel online kaufen im biobay-Shop

 

Saisonale Rezepte auf biobay.de

  

Kennen Sie auch ein leckeres Rezept, das Sie mit den biobay-Lesern/-innen teilen möchten? Schreiben Sie uns - am besten mit Bild - an info@biobay.de und wir veröffentlichen es gerne!

Mehr zum Thema gesunde Ernährung:

 

Lena M. Röth, zertifizierte Naturkost-Fachverkäuferin Ernährung, Gesundheit, Lebensmittel, Betreuung / 13.7.2009 / #

11 Kommentare

Die Rezepte sind ja süß! Aber ziemlich aufwändig - wohl eher was für Geburtstagsessen oder so.

Kirsten / 13.7.2009 – 13:48

mal ne blöde frage: muss man sich die berüchtigte essens-pyramide eigentlich mengenmäßig 2- oder 3-dimensional vorstellen?

Hepp / 14.7.2009 – 0:17

Wieso meinst du müsste man das?

/ 15.7.2009 – 9:31

ich weiß eben nicht, ob man das müsste. meine frage ist, ob man 4 mal so viel brot essen soll wie schokolade (das kommt ungefähr bei dem 2-dimensionalen dreieck raus) oder 16 mal so viel (das kommt etwa bei der 3-dimensionalen pyramide raus).

Hepp / 15.7.2009 – 21:40

Ich habe im Netz einen Beitrag zu einer dreidimensionalen Ernährungspyramide gefunden. Allerdings geht dieses Modell nicht auf die Mengen ein. Auf vier den Seiten der Pyramide findet man jeweils eine der vier Kategorien "pflanzliche Lebensmittel", "tierische Lebensmittel", "Öle und Fette" und "Getränke". Alle haben eine Skala von grün nach rot und zeigen so an, ob Produkte/Zutaten zu wichtig oder zu meiden sind. Ähnlich wie bei der zweidimensionalen Pyramide stehen die guten Sachen und die Bösen oben. So weit ich das Konzept verstanden habe, soll man dadurch ein besseres Gefühl für die Mengenverhältnisse kriegen, aber eine richtige Anleitung für die genaue Verzehrmenge ist es nicht.

Anne / 16.7.2009 – 10:04

Sie wird ja immer Ernährungs-"Pyramide" genannt, Ernährungs-"Dreieck" hab ich noch nie gehört. Das deutet eher auf die Pyramiden-Version hin, oder?

Kirsten / 16.7.2009 – 10:21

Ob zweidimensionale Pyramide oder Dreieck oder wie auch immer. Ich glaube nicht, dass exakte Mengen vermittelt werden sollen. Sondern nur Anleitungen, viel, wenig oder in Maßen bestimmt Sachen zu Verzehren. Selbst wenn ihr wüßtet, dass da exakt was ausgerechnet wurde (z.B. 16mal mehr Brot als Schokolade zu sich nehmen) würdet ihr das versuchen umzusetzen? Was ein Stress, wo bleibt denn da der Genuss beim Essen?

Bea / 16.7.2009 – 11:59

Ich finde es super-wichtig, dass Kinder den echten Geschmack der Dinge kennen lernen. Nicht dieses ganze Konzentrat-Zeug, was meiner Meinung nach die Geschmacksnerven verklebt! Und ich würde Kinder immer ins Kochen einbeziehen, dann macht es ihnen auch Spaß. Außerden können sie so auch ein wenig mitbestimmen, was wann wie gekocht wird. Als weiteren Tipp: darauf achten, dass Kinder langsam essen, gründlich kauen und vor allem kleine Happen essen. Viele Kinder schlingen riesen Happen rein, das ist zum einen unappettitlich und macht auch noch, dass die Kinder zu spät merken, wenn sie satt sind. Wenn man direkt übt, kleine Bissen zu essen, kann man dem entgegensteuern.

Laura / 20.7.2009 – 13:58

Ich finde es auch sehr wichtig, Kinder gesund und körperlich in jedem Sinne unbelastet zu erziehen. Kinder müssen nicht dick sein und ich finde, Eltern die ihre Kinder anfetten, machen sich wirklich schuldig! Es ist so schwer, die Pfunde später wieder los zu werden, wenn man sich erstmal eine falsche Essweise über die Jahre hinweg angewöhnt hat... Als Eltern sollte man sich seiner Verantwortung bewusst sein und alles dafür tun, dass Kinder gesund aufwachsen. Das hat auch nichts mit Geld zu tun. Auch mit sehr wenig Geld kann man Kinder gesund ernähren. Ich verdiene selber sehr wenig, meine Kinder haben aber immer frisches Gemüse auf dem Tisch, häufig sogar Bio!

Astrid L. / 21.7.2009 – 12:28

I could watch Schndiler's List and still be happy after reading this.

Joeie / 16.12.2011 – 23:04

o wie schf6n jeden Tag von euch zu lesen. und die Bilder vor Augen und im Kopf zu haben von dem, was ihr erlebt.Liebe Grfcdfe aus dem hrseetlichbn Deutschland heute mit Wind und RegenBettina

Auth / 25.7.2012 – 4:35

Kommentar schreiben


Anzeige