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Auch in anderen EU-Staaten ist der Gen-Mais verbotenDamit ist Deutschland nach Frankreich, Griechenland, Österreich, Ungarn und Luxemburg das sechste EU-Land, das den Anbau von der gentechnisch veränderten Mais-Sorte MON810 verboten hat.
Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner traf die Entscheidung nach Prüfung von Studien des Bundesamts für Naturschutz, des bundeseigenen Julius-Kühn-Instituts und der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft über mögliche Umweltfolgen. Auch ein Bericht des MON810-Herstellers Monsanto lag vor.
Aigner begründete die Entscheidung damit, „dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt". Damit ist ein Verbot über eine EU-Schutzklausel (§ 20, Absatz 3 Gentechnikgesetz und Artikel 23 der Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG) möglich.
Dennoch bleibt nun abzuwarten, wie die EU-Kommission auf das für Deutschland ausgesprochenen Anbauverbot reagiert. Denn die Genehmigung von MON810 wurde 1998 auf Europäischer Ebene erteilt und hat auch über das Ablaufen der Zulassung hinaus Bestandsschutz, solange über die Neuzulassung auf europäischer Ebene nicht entschieden ist.
Der Hersteller des gentechnisch veränderten Mais Monsanto aus den USA prüft bereits eine Klage gegen die Entscheidung.
Das Verbot ist eine Einzelfallentscheidung, wie Aigner betonte. Es bezieht sich nur auf MON810. Dies ist jedoch die einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die bislang in Deutschland (und auch in der EU) für die Massenzucht zugelassen war. Daher kommt die Entscheidung in der Praxis einem einstweiligen Stopp des kommerziellen Anbaus gentechnisch veränderter Nutzpflanzen in Deutschland gleich.
Über die Fortsetzung von Freilandversuchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen wird nun lebhaft diskutiert. Hier gibt es nun eventuell auch weiteren rechtlichen Klärungsbedarf. Das Ministerium will dazu ein Strategiepapier erarbeiten, welches die zukünftige Behandlung der Thematik Gentechnik regeln soll.
Durch eine Genveränderung soll Mais der Sorte MON810 eine höhere Resistenz gegenüber dem Maiszünsler - einem Schmetterling - haben. Dafür wird ein Gen eingeschleust, welches ein für den Maiszünsler giftiges Protein des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis produziert. In Deutschland umfasst die Anbaufläche von MON810 nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace 3668 Hektar. Das entspricht 0,18 % der gesamten Mais-Anbaufläche. Der Anbau von MON810 war vor allem in Ostdeutschland geplant.
Quellen: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Der Spiegel, Die Welt
Märkte, Firmen, Politik, Gesetze / 15.4.2009 / #
16 Kommentare
Zum Glück wurde das verboten! Ich möchte mir gar nicht ausmalen, welche Folgen der Anbau von Genmais haben könnte. So lange der Anbau nicht völlig von der Außenwelt abgeschottet statt findet, ist die Übertragungsgefahr auf andere Pflanzen doch viel zu groß. Zudem fehlen einfach Langzeitstudien....
/ 16.4.2009 – 11:57Ist das nicht ein zweischneidiges Schwert? Für gentechnisch manipuliert Pflanzen könnte sprechen, dass man weniger Pflanzenschutzmittel spritzen muss. Aber so ganz geheuer ist mir die Sache auch nicht. Vor allem, wenn das Saatgut nur noch von einem Konzern kommt.
/ 20.4.2009 – 8:54Ja, das könnte dafür sprechen. Aber auf der anderen Seite kann man noch gar nicht sagen, was langfristig mit Pflanzen/ Tieren/ Menschen geschieht, wenn man in das Erbgut eingreift. Und das Risiko ist einfach zu hoch, als dass man es unkontrolliert eingehen sollte. FÜR genetische Veränderungen etc. spricht sicher auch der Kampf gegen schwere Krankheiten. Und so lange das isoliert getestet wird, finde ich Forschung und Entwicklung auch sehr gut. Aber nicht, wenn die veränderten Pflanzen andere infizieren können. Also Daumen hoch zu dem Verbot.
/ 20.4.2009 – 11:02Wenn man Lebensmittel genetisch verändert, müsste man wahrscheinlich auch den Menschen genetisch verändern, damit er das problemlos verträgt?!
Bernd R. / 20.4.2009 – 13:24Habe gelesen, dass das gen-mäßig eingesetzte Gift auch andere Schmetterlinge tötet und man die Langzeitfolgen noch nicht ganz kennt. Das sollte man erst mal richtig erforschen, oder?
Jenny / 21.4.2009 – 19:40Oh je, jetzt hat Monsanto geklagt... Ich hoffe, dass es dennoch bei dem Verbot bleiben wird....
/ 22.4.2009 – 11:57Ich habe gestern im Fernsehen eine sehr beunruhigende Reportage über Genmanipulation gesehen. Monsanto tauchte als ein Hauptakteur auf. Anscheinend bringen die veränderten Gene neue Eiweiß-Strukturen mit sich, die jedoch überhaupt nicht erforscht werden, sondern im Futtermittel direkt in Tier und letztlich auch Mensch landen. Man denke sich mal nur, dass als Alzheimer eine Krankheit ist, die auf Grund falsch gelagerter Eiweiß entsteht. Absolut unverantwortlich! Ich bin strikt dagegen. In absolut hermetischen Labor-Umgebungen kann ja meinetwegen geforscht werden, aber keinesfalls so!
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Chianna / 26.5.2011 – 18:44sagt:Wo sich Kunst und Wisadsenadschaft trefadfen, kann eine veradwiradrende Paraaddoadxie auch zu einer fcberadraadschenadden Erfahadrung weradden.Pae1l Ge1bor gelingt es jedenadfalls, wie ich finde, durch die einadfaadche Form eines Gedichts ein Paraaddoadxon mit einem Schmunadzeln tieadfer zu ergrfcnadden als es ein Tracadtaadtus kf6nnte:„Am Ende fragt sihdcer Baradbier, der alle Kreadter belfcgtdie sich nicht selbst belfcadgenob er sich etwas voradmachtoder nicht„(Pae1l, Ge1bor (2008): Lyrik ist Logik. Gedichte aus der Wisadsenadschaft. Vechta-Langff6rden: Geest-Verl, S.a097)
Auth / 28.8.2012 – 10:04sagt:[…] heradausadsteladlen sollte, scihleaddfen wir an die Voradfcberadleadgunadgen an. Mit Fritz B. Simon hatadten wir festadgeadhaladten, dass die Form der Lehre der eigentadliadche Lehradstoff ist.(1) Was ist „Form“ und wie kanna0sie […]
Mallikarjun / 29.8.2012 – 3:07sagt:[…] ffcr das Erzieadhungsadsysadtem: Ein Proadgramm ermf6gadlicht die Entadscheiaddung anhand des Bine4radcodes besesr/schlechter und kann damit das bisadlang Unbeadstimmte bestimadmen. Wir spreadchen vom Lehradplan.a0Und […]
Luvumbuandre / 29.8.2012 – 5:56sagt:Seradviceadteil: Eine Disadkusadsion fcber diese Disadkusadsion finaddet sich bei („Interadesadsant ist hier, wie sich eine Regel einadzuadspieadlen beginnt, die es zule4sadsig macht, dass trotz aller Defiadzite, die soowhl da als auch dort einadgeadstanadden weradden, die kriadtiadsche Disadkusadsion fortadgeadsetzt wird. Ffcr den „geniaadlen Urheadber“ des 19. Jahadrundaderts, was gewiss auch noch ffcr manadches trivial-faustische Genie dieadser Tage geladten dfcrfte, we4ren soladche Arguadmente hf6chst uneradtre4gadlich: sie fanadgen an, sich gegenadseiadtig auf Spinadneadrei zu einiadgen.“) und bei („Ich denke, es ist ein zweiadschneiaddiadger Proadzess: eineradseits mfcsadsen wir alle mit dieadsem “more public” umgeadhen leradnen, also auch mit den Reakadtioadnen der Jouradnaadlisadten und andeadren Trolls. Konadtrolladveradlust akzepadtieadren, auch wenn es weh tut. Filadteradsouadveadre4adniadte4t […] und getesadteadtes Selbstadbeadwusstadsein – auch entadstanadden durch das dcberadleadben diveradser Shitsadtorms – heladfena0dabei.“).Ein Ausadschnitt aus meiadner (der zur besadseadren Einadsoradtieadrung meiadnes Artiadkels auch hier hilfadreich sein kf6nnte) drfcadben beia0mspr0:[…]Etwas schre4g wfcrde ich das Schreiadben fcber diese „next society“ selbst als ein Medium anseadhen, dass temadpoadre4re Foradmen biladdet (seien es Blog-Artikel, Theadsen, Voradtre4ge, Shitsadtorms…). Und all diese Foradmen steadhen aufadgrund ihrer Aufadfindadbaradkeit im Netz stets und unmitadteladbar ffcr Beobadachadtung (von mir aus auch: ffcr Suchadanadfraadgen) zur Veradffcadgung. Das hat dann ffcr mich zwei Konadseadquenadzen, die ffcr die voradlieadgende Frage als releadvant erachte: a) Das Rechadnen mit den (hoch selekadtiadven) Konadtrolladzuadgrifadfen andeadrer #Proadjekte – aus weladchem Konadtext auch immer.Rechtsadanadwe4lte schiadcken Abmahadnunadgen wegen Urheadberadrechtsadveradletadzunadgen, Wisadsenadschaftadler und Nicht-Wissenschaftler kriadtiadsieadren und komadmenadtieadren Texte, Kfcnstadler rekomadbiadnieadren die dabei zuhanaddeadnen Foradmen zu andeadren Foradmen, Katadzenadconadtentadblogs beschweadren sich fcber zu wenig Katadzenadconadtent, Autoadveradmieadtunadgen bieadten gfcnsadtiadgere Konaddiadtioadnen ffcr ihre Mietadwaadgen… whaadteadver. Du kennst das. Man hat (und hatte) eine wie auch immer gearadtete „andere Rezepadtiadonsadhaladtung“ nie unter Konadtrolle – und hat sie sich stets gewfcnscht. Veradschieaddene Beobadachadter unteradscheiadden veradschieadden, das klingt triadvial. Unter Bedinadgunadgen des Netzadwerks erfe4hrt dieadser Umstand aber besonaddere Bedeuadtung, weil situaadtiv (d.h. am #Ereigadnis, nicht anhand einer #Ordadnung, die sich selbst unteradlauadfen hat) entadschieadden weradden muss, ob zugeadmuadtete Konadtrolladzuadgriffe releadvant sind oder nicht – der Veradweis, man sei daffcr nicht zuste4naddig (z.B. weil Wisadsenadschaftadler), wird mehr und mehr veradde4chadtig werden.b) Die Voradsteladlung, es gebe einen Punkt, an dem ein Gedanke „reif“ we4re (z.B. weil richadtig) war schon immer ein Mythos.Auch das wird mit Blick auf wisadsenadschaftadliadche Komadmuadniadkaadtion besonadders deutadlich: Paper mit These, zwei Jahre spe4adter ein andeadres Paper mit Antiadthese, dann Antiadanadtiadthese und so fort. Daran e4ndert sich vieladleicht nicht grundadse4tzadlich etwas. Und auch blodfe Beschleuadniadgung ist sicher nicht die ganze Antadwort, eher vieladleicht Begleitaderadscheiadnung. Aber mit techadniadschen Angeadboadten wie Blogs, Wikis und Co. finaddet sich erstadmals ein Medium, das den Anforaddeadrunadgen an einen soladchen Proadzess sehr weit entadgeadgen kommt und ihn gleichadzeiadtig weiadter induadziert (Kauadsaadliadte4t ist auch veradde4chadtig) – bis an die Grenze der Leisadtungsadfe4adhigadkeit der involadvieradten Bewusstadseine.Das ist das Risiko, dass wir mit unseadren halbadferadtiadgen Gedanadken und proadviadsoadriadschen Texadten und ihrer Publiadkaadtion im Netz Tag ffcr Tag einadgeadhen. Und das ist gut so.[…]
Bintang / 29.8.2012 – 8:34