Erstes Null-Energie-Hotel

Das "Hotel Stadthalle" in Wien wird pro Jahr so viel Energie erzeugen, wie es verbraucht.

Null-Energie-Öko-Hotel Stadthalle: Innenhof

Das Boutique-Hotel, nur wenige Schritte von der Stadthalle entfernt, hat 3 Sterne - und das Europäische Umweltzeichen.

Hier gibt es weder Minibar noch Klimaanlage, weder Spa noch Sauna. Denn all das sind Stromfresser. „Sie hätten uns die gesamte Energiebilanz durcheinander gebracht," so Michaela Reitterer, Inhaberin und Betreiberin. Dafür werden in dem Gebäude neueste Technologien zum Energiesparen eingesetzt.

Die Energiespar-Tricks im Hotel Stadthalle

  • Passivbauweise: Wärmedämmende Fassaden und keine Wärmebrücken zu angrenzenden Häusern verringern den Energiebedarf zum Heizen und Kühlen.
  • Betonkern-Aktivierung: Brunnenwasser wird aus den Tiefen der Erde gefördert und zur Temperierung der Räume verwendet. Im Sommer wird das 16 Grad Celsius kalte Wasser zur Kühlung in eigens einbetonierten Leitungen durch die Decke gepumpt. Im Winter dienen die Leitungen zur Beheizung.
  • Grundwasser-Wärmepumpe: Sie heizt das Gebäude im Winter über die Betonkern-Aktivierung.
  • Solarenergie-Panel: 130 Quadratmeter Sonnenkollektoren liefern den Großteil des benötigten Stroms. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.
  • Windkrafträder: Für die Abdeckung der Energiebedarfsspitzen am Abend ist auf dem Dach der Einbau von 4 Windrädern geplant. Reitterer: "Die Windräder sind essentiell für das Projekt. Sie drehen sich nämlich auch dann, wenn die Sonnenkollektoren bei Dunkelheit längst nicht mehr funktionsfähig sind."
  • Beleuchtung mit Leuchtdioden: Im ganzen Neubau wird es keine Glühbirnen geben. Der flächendeckende Einsatz der LEDs in den Gängen und Zimmern gibt einen Ausblick auf das Ende des Glühbirnenzeitalters.
  • Regenwasser-Nutzung: Das Regenwasser wird gespeichert und in die Toilettenspülung eingespeist.
  • Wärmerückgewinnung: Wärme aus der Abluft der Wohnraumlüftung und dem Kühlwasser wird zurückgewonnen.

Laut Gerhard Heiling, dem Verantwortlichen für die Energieplanung, alles erprobte Technologien.

Damit die Rechnung der Null-Energiebilanz aufgeht, müssen sich die Gäste allerdings einigermaßen vernünftig verhalten. Architekt Heinrich Trimmel: "Wenn ich im tiefsten Winter einen Spaziergang mache, während das Zimmerfenster sperrangelweit offen steht, dann ist das dem ökologischen Betrieb sicher nicht zuträglich." Aus diesem Grund, meint der Architekt, sei es wichtig, die Gäste mit den Besonderheiten des Gebäudes vertraut zu machen.

ökologisches Null-Energie-Öko-Hotel Stadthalle: Zimmer

Das erste Nullenergiebilanz-Hotel der Welt hat seinen Preis: Während man im Hotelbau dieser Kategorie je nach Größe des Etablissements mit rund 80.000 Euro Investitionskosten pro Zimmer rechnen muss, klettern die Baukosten im Hotel Stadthalle auf rund 90.000 Euro pro Zimmer - fast 13 % mehr. Ob die Energie-Einsparungen und die Einspeisevergütungen für Solarstrom die Kosten mittelfristig decken werden, bleibt abzuwarten.

Auf die Zimmerpreise werden die Mehrkosten jedenfalls keinen Einfluss haben. Das Hotel wird im kommenden November eröffnet; die Zimmerpreise liegen zwischen 59 (Einzelzimmer Classic ohne Frühstück, Nebensaison) und 136 Euro (Doppelzimmer Superior mit Frühstück, Hauptsaison).

Quellen: Hotel Stadthalle, Der Spiegel

 

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Reisen, Klima, Urlaub, Umwelttechnik / 3.7.2009 / #

13 Kommentare

Eine gute Idee für die Flitterwochen :-)

/ 3.7.2009 – 9:33

Flittern lässt es sich ja eigentlich überall ganz gut ;-) Aber stimmt, das Hotel hört sich klasse an. Wo ist das denn?

/ 20.7.2009 – 14:38

Na wie oben steht: in WIEN =) Zu dem netten Hotel gibts also auch noch eine sehr nette Umgebung!!

Laura / 20.7.2009 – 14:39

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sagt:Nein. Der Code 0 und 1 kommt ja zune4chst aus der Welt der Zuste4nde. Dass es in der elekadtriadschen Welt auf Makroadebene zwei Zuste4nde gibt macht das Ganze konadtroladlieradbar, sodass man Repre4adsenadtanadzen von Bedeuadtung daradsteladlen kann. Das Proadblem an den Zuste4nde ist aber zune4chst der Beobadachadter. Allein er geneadriert ja die Zuste4nde durch sein Wahradnehadmung. Diese jecodh filadtert bereits viel Inforadmaadtioadnen aus. Eigentadlich alle, die nicht dem Hinadteradgrund der Wahradnehadmung, also dem Voradwisadsen zuge4nadgig sind. Insoadfern veradle4nadgert der Wisadsenadschaftadler dieadses Erffcladlen von Erwaradtunadgen nur durch seine Messadgeadre4te. Aus Quanadtenadmeadchaadniadscher Sicht ist all das Gefaadsel dann obsoadlet. Und die Metaadperadspekadtive der Sysadtemadtheoadrie veradliert ihr funaddaadmenadtum inconadcossum, da es mitadnichadten eine klare Unteradscheiaddung zwiadschen einem Innen und eine Audfen gibt. Wer also die Zweitadweradtigadkeit ohne weiadtere Disadkusadsion zu seiadnem Urgrund stemadpelt zwe4ngt sich in ein Koradsett, dass durch Anmaadlen (Fachadbeadreiadche), neue Schnitte (neue Modelle und Theadsen) wenig ausadrichadten kann beim Erweiadtern der Erkenntadnis dera0Welt.

Andreas / 28.8.2012 – 17:52

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Jeff / 29.8.2012 – 17:42

sagt:Danke ffcr die ausadffchradliadche Replik.Zune4chst: der Text — das ist richadtig — war nicht als wisadsenadschaftadliadcher Text, vieladleicht sogar als betont unwisadsenadschaftadliadcher, zuminaddest als kfchadner, utoadpiadscher Spinadneradtext ghacdet. Es war schliedfadlich ein Voradtrag auf der Openadmind, wo es — nach meiadner Interadpreadtaadtion — um das mf6gadlichst frei Heradumadspinadnena0geht.Aus der wisadsenadschaftadliadchen Warte ist es also vf6ladlig nachadvolladziehadbar, dass man sich ab meiadner Holterdipolter-Baecker-Exegese stoaddfena0kann.Es kann fcbriadgens auch gut sein, dass ich Baecker da in den faladschen Hals bekomadmen habe. Leiadder hilft mir deine Replik aber auch nicht wirkadlich veradste4ndadnisadme4addfig weiadter. Ich erkle4r mal, was ich nicht verstehe:Das absadtrakte Prinadzip der Form ist ffcr mich nicht wirkadlich in eine kuladtuadrelle Praadxis ffcr das Comadpuadteradzeitadaladter fcberadsetzadbar. Wobei: auf der andeadren Seite wieadder doch: Wenn Baecker von der Einadffchadrung der „Grenzadzieadhung“ bei der Entadsteadhung der Stamadmesadgeadselladschaft durch die Spraadche spricht, dann beschreibt er doch die Form schon. Das Zieadhen von kateadgoadriaadlen Grenadzen zwiadschen den Dinadgen ist doch genau das, was die Form tut, odera0nicht?Und mit dem Comadpuadter wird sie erneut einadgeadffchrt? Wie das? Auf weladcher Ebene, in weladcher Impleadmenadtieadrung? Das wird mit bei Baeckers Stuaddien fcberadhaupt nicht klar. Und das nenne ich dann eben „unbeadfrieaddieadgend“. Aber vieladleicht kannst du mir das ja erkle4ren.Dass mein Text ein Symadptom der Krise der Buchadkuladtur sein kf6nnte, finde ich eine charadmante These. In der Tat merke seladber ich an meiadnen Denkadproadzesadsen, dass sie — allein weil sie sich im Medium des Blogs entadfaladten — sich ganz anders entadwiadckeln, als wfcrde ich von vornadheradein einen Aufadsatz, eine wisadsenadschaftadliadche Arbeit oder ein Buch projektieren. Ich kann viel expeadriadmenadteladler arbeiadten, Gedanadken roh und unferadtig rausadhauen, Theadsen ausadtesadten, Feedadback einadhoadlen, weiadteradveradaradbeiadten und eine erneute, veradbesadserte Veradsion nachadlieadfern. Das ergibt natfcradlich hin und wieadder das Midfadveradste4ndadnis, dass man meine Texte im Blog an den Kriadteadrien wisadsenadschaftadliadcher Aufadse4tze mesadsen sollte.

Samet / 2.10.2012 – 11:56

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