Wellbeing, Ernährung
Freizeit, Reisen, Mobilität
Auto
Mode, Schmuck, Beauty
Haus, Garten
Babys, Kinder
Energie, Umwelt, Klima
Politik, Gesellschaft
Wirtschaft, Finanzen
Im Supermarkt liegen sie erntefrisch im Obstregal: Johannisbeeren haben Hochsaison.
Auch sie werden gerne mit der Aufschrift „Herkunftsland Deutschland“ beworben. Denn viele Verbraucher kaufen bewusst nur Obst aus Deutschland in dem Glauben, hier werde schon nicht gespritzt. Weit gefehlt - jedenfalls bei Johannisbeeren.
Greenpeace kaufte bei verschiedenen Supermärkten im ganzen Bundesgebiet Johannisbeeren und lies sie in einem Speziallabor auf Pestizide untersuchen. Alle konventionellen Proben stammten aus deutschem Obstanbau, überwiegend aus Baden-Württemberg. Zum Vergleich wurden auch Bio-Johannisbeeren - aus Deutschland, Spanien und England - getestet.
In jeder Johannisbeere steckten durchschnittlich 6 verschiedene Pflanzenschutzmittel. (Beim letzten Beeren-Test vor 4 Jahren waren es „nur“ 3). Einige der fest gestellten Pestizide können krebserregend sein, wie Nervengifte wirken, den Hormonhaushalt stören.und die Fortpflanzung beeinträchtigen.
Warum diese Vielfalt? Ein Trick von Obstbauern, der offenbar immer beliebterer wird. Die gesetzlichen Grenzwerte gelten hierzulande immer für jedes Pestizid für sich. Durch den Einsatz vieler verschiedener Pestizide lässt sich also die Wirksamkeit erhöhen, ohne gegen das Lebensmittelrecht zu verstoßen. Beunruhigend für die Verbraucher: Die Gesamtmenge der Gifte steigt und niemand weiß, welche Wirkung die Chemikalien in Kombination auf den Menschen haben.
In 2 Johannisbeeren-Proben wies das von Greenpeace beauftragte Labor auch Pflanzenschutzmittel nach, die in der EU nicht erlaubt sind; die Beeren hätten also in Deutschland nicht verkauft werden dürfen.
Ein bedauerliches Resultat, denn eigentlich sind frische Johannisbeeren sehr gesund. Dafür sorgen unter anderem viel Vitamin C, Kalium, Eisen, Magnesium, Phenolsäuren und Flavonoide.
Aber es gibt auch eine gute Nachricht: An Bio-Johannisbeeren fanden sich keinerlei Pflanzenschutzmittel. Kein Wunder, sie sind per Gesetz im Öko-Landbau verboten, und zwar in ganz Europa. Die überprüften Bio-Johannisbeeren kamen aus Deutschland, Spanien und England.
Das ist übrigens nicht nur für die Gesundheit vorteilhaft; es dient auch dem Artenschutz, denn Pflanzenschutzmittel tragen zum weltweiten Artensterben bei.
Quelle: Greenpeace
Bio-Lebensmittel ohne Pestizide und viele andere nachhaltige Produkte im biobay-Shop einfach online kaufen, zum Beispiel:

Lecker-fruchtiges Gelee aus schwarzen Bio-Johannisbeeren aus der Geleeküche Altvater
Vivani Bio-Schokolade "Feine Bitter Cassis"Bio-Schokolade edelbitter mit einer cremigen Füllung aus schwarzen Johannisbeeren
Zwergenwiese Fruchgarten schwarze JohannisbeereFruchtiger Brotaufstrich aus schwarzen Johannisbeeren mit 70% Fruchtgehalt in Bio-Qualität, ohne Zuckerzusatz
Lebensmittel / 30.7.2010 / #
1 Kommentare
Bodennahes Obst, also Erdbeeren, Johannisbeeren etc. sind nun mal pflegeintensiv, weil anfällig für Schimmel, Schädlinge und Flechten. Hier muss man entweder regelmäßig kontrollieren und auslesen (Öko-Landbau / Bio-Bauern) oder eben kräftig spritzen (konventionelle Landwirtschaft). Sonst bleibt nicht viel von der Ernte.
Josäscha / 31.7.2010 – 16:01