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Beim Grillen, auf der Weißwurst, in Senfeiern und Salatsaucen darf er nicht fehlen:
Senf wird aus den weißen, braunen oder schwarzen Samenkörnern der Senf-Pflanze hergestellt. Diese werden geschrotet und entölt; dann kommen in der Regel Wasser, Essig und Salz sowie je nach Sorte verschiedene Gewürze und andere Zutaten hinzu.
Die so entstandene Maische entwickelt nun durch Fermentierung das typische Senf-Aroma. Danach wird der Senfbrei zu einer feinen Paste vermahlen. Hierbei sollte die Temperatur so gering wie möglich bleiben (Stichwort: Kaltmahlverfahren). Denn steigt sie über 27 °C, verflüchtigen sich nach und nach die natürlichen Aromen. Nach dem Mahlen reift der Senf noch eine Zeit lang, bevor er auf dem Teller landet - fast 1 kg pro Kopf und Jahr.
Getestet wurden süße wie scharfe Senf-Sorten, von Marktgrößen wie Kühne, Thomy und Händlmaier's bis zur kleinen Senfmühle - unter ihnen auch 4 Bio-Produkte. Gegenstand des Tests waren bedenkliche Inhaltsstoffe wie gentechnisch veränderte Organismen, Süß- und Konservierungsstoffe sowie zugesetzte Aromen. (Pflanzenschutzmittel werden auf die robusten Pflanzen kaum aufgebracht.)
Ein guter Senf schöpft seinen Geschmack aus hochwertigen Senfkörnern und Gewürzen und kommt ohne all diese Zusätze aus. Sie dienen hauptsächlich zur Kosteneinsparung.
Für die meisten Senf-Sorten gibt Ökotest grünes Licht: 19 von ihnen wurden sehr gut bewertet, nämlich alle Bio-Produkte Byodo Premium Senf mittelscharf, Münchner Kind'l Senf süß, Steck Senf nach Dijon-Art mittelscharf, Tartex Delikatess Senf mittelscharf und Zwergenwiese Senf mittelscharf sowie die Senfproben von Alte Senfmühle, Born, Delikatess-Senf, Develey, Gut&Günstig, Händlmaier's, Historische Senfmühle, Kim, Klosterfelder, Kühne, Streuber, Thomy, Timbu und Wurstkuchl). 4 weitere Produkte wurden gut bewertet, 5 schnitten befriedigend ab. Lediglich 2 Senfsorten bekamen nur eine ausreichende Bewertung.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis weisen Delikatess-Senf, Gut&Günstig, Kim und Timbu mit einem 200 ml-Preis von je € 0,23 auf.
In 5 Senf-Proben wurde genetisch veränderter Raps nachgewiesen. Der Raps, eng mit der Senf-Pflanze verwandt, hat sich hier offenbar unbemerkt in die Senffelder eingemischt bzw. eingekreuzt.
Lebensmittel / 1.8.2009 / #
3 Kommentare
Am Wochenende steigt bei uns ne Grillparty. Dann können wir unsere Würstchen direkt mit ökorrektem Senf bestücken =)
/ 1.8.2009 – 8:55Hört sich so an, als könnte man Senf auch mal gut selber machen. Allerdings gibt es inzwischen ja auch wirklich hervorragend schmeckende Fertigprodukte. Ehrlicher Weise greife ich da auch manchmal auf Nicht-Bio-Produkte zurück, die z.T: auch sehr lecker sind
/ 2.8.2009 – 9:39Ich versteh nicht, warum GVO übehaupt öffentlich angebaut werden dürfen. Es ist doch anzunehmen, dass diese Senfhersteller selber gar nicht wissen, was für ein Sch... in den Produktbestandteilen drin ist. Außerdem gefährdet ein nicht abgeschotteter Anbau auch Felder von Bio-Bauern, so dass man bald gar nichts mehr essen kann... Und das, wo noch viel zu wenig über die Gefahren von genetischen Manipulationen bekannt ist. Ein gefährliches Spiel. Ich esse daher ausschließlich Bio, habe aber auch dabei manchmal schon kein gutes Gefühl mehr. Unsere Gesetzte müssten viel viel strikter sein und Verstöße sollten schwer bestraft werden.
/ 4.8.2009 – 10:04