Test Mignon-AA-Batterien: Ein klarer Testsieger

Unterschiede im Preis laut Stiftung Warentest größer als in der Qualität. Empfehlung: Gut bewertete Discounter-Batterien.

Mignon-AA-Batterien-TestBatterien: Manchmal unerlässlich

Klar: Wenn möglich, sollte man Netzstrom oder Akkus verwenden. Aber es gibt doch immer wieder Situationen, wo man Batterien braucht.

Und es gibt Momente, in denen man auf keinen Fall will, dass der Taschenlampe oder der Digitalkamera der Saft ausgeht. Stiftung Warentest hat geprüft, mit welche Batterien man in solchen Momenten am besten aufgehoben ist.

26 Mignonzellen vom Typ AA - 23 Alkaline- und 3 Lithium-Batterien - wurden verglichen. Die wichtigste Frage für die Tester: Wie viel elektrische Energie liefern die Batterien in verschiedenen Einsatzbereichen? Und lohnt sich der Kauf teurer Markenbatterien oder sind deutlich billigere No-Name-Produkte genauso gut?

Auf einem speziellen Prüfstand wurde der Einsatz in Radios, Musikgeräten, Spielzeug, in Digitalkameras und Blitzgeräten simuliert.

Das Testergebnis

Schon beim Kauf fällt auf: Die Preisunterschiede sind enorm. Die billigsten Batterien im Test - von Aldi, Lidl und Marktkauf - kosteten 21 Cent/Stück, die teuersten mit 2,50 Euro/Stück mehr als 10-mal so viel.

Klarer Testsieger: Die Energizer Ultimate Lithium, einziger Testkandidat mit sehr guter Gesamtbewertung. Diese Batterie lohnt sich trotz ihres Preises von über 2,40 Euro, wenn es auf eine sichere und ergiebige Stromversorgung ankommt. Beim Einsatz in Digitalkameras ist diese Mignonzelle beispielsweise 3-mal so ergiebig wie die besten Alkaline-Batterien.

Vorteil von Lithium-Batterien allgemein: Sie liefern auch bei winterlichen Minusgraden ihre volle Leistung, sind relativ leicht und weisen nur langsame Selbstentladung auf.

Abgesehen von dem Energizer-Kraftpaket sind die Unterschiede in der Speicherkapazität und damit der Betriebsdauer der Batterien längst nicht so groß wie die Preisunterschiede:

Zwar lieferten bei den Alkaline-Batterien gute Markenprodukte für Elektromotoren - zum Beispiel in Spielzeug - bis zu 15 % mehr Energie als die No-Name-Produkte. Dafür sind sie aber bis zu 9-mal so teuer wie ebenfalls gut bewerteten Discounter-Batterien.

Preis-Leistungssieger wurden die Mignonzellen von dm und Lidl.

Erfreulich: Die Schwermetallgehalte aller getesteten Batterien waren so gering, dass sie in dieser Hinsicht gut oder sehr gut bewertet wurden. Trotzdem gehören leere Batterien nicht in den Hausmüll, sondern in die hierfür bereitgestellten Sammelbehälter in den Geschäften.

Fazit der Stiftung Warentest:

Der Qualitäts- und Kapazitätsvorsprung von Markenbatterien ist nicht so groß, wie Preis, Name und Werbung glauben machen.

Für den Alltagsgebrauch sind preisgünstige gute Alkaline-Batterien vom Discounter die vernünftige Wahl. Wenn es einmal anspruchsvoll wird, z.B. bei einer mehrtägigen Bergwanderung, empfiehlt sich der Testsieger, die sehr gute Lithium-Batterie von Energizer.

Im Test waren (alphabetisch geordnet):

Lithium-Batterien

  • Energizer Ultimate Lithium
  • energy Lithium (Conrad)
  • H+H Lithium

Alkaline-Batterien

  • Active Energy Super Alkaline (Aldi Süd)
  • Aerocell Alkaline (Lidl)
  • Camelion Ultra Alkaline
  • Daimon Alkaline
  • Duracell Basic
  • Duracell Plus
  • Duracell Powerpix
  • Energizer Ultra+
  • energy Alkaline (Conrad)
  • Gut&Günstig Alkaline (Marktkauf)
  • H+H Top Power
  • Ja! Alkaline (Rewe)
  • Mars Power Alkaline (Penny)
  • Panasonic Alkaline
  • Panasonic Evoia
  • Panasonic Xtreme Power
  • Profissimo Hi-Tech (dm)
  • Rubin Powerful Alkaline (Rossmann)
  • Top Craft Ultra alkaline (Aldi Nord)
  • Ucar Gold Alkaline
  • Varta High Energy
  • Varte Longlife Extra
  • Varta Max Tech

 

Quelle: Stiftung Warentest

 

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Strom, Energie, Freizeit, Reisen, Mobilität / 27.1.2010 / #

8 Kommentare

In einem Umweltportal Werbung für Batterien zu machen, finde ich etwas unpassend. Welche Situationen soll es denn bitte geben, in denen man nicht genauso gut Akkus nehmen könnte?

/ 28.1.2010 – 13:51

Das stimmt, Akkus wären auf jeden Fall besser, als Batterien. Aber wir sind ja alle nur Menschen und nicht perfekt, daher machen wir auch nicht immer alles perfekt. Wir benutzen schon hin und wieder Batterien - obwohl wir im Grund sehr umweltschutzorientiert sind. Da finde ich es schon gut Anhanltspunkte dafür zu haben, zu welchen man - wenn - greifen sollte.

/ 28.1.2010 – 13:55

Eigentlich sind die Anwendungsfälle, für die nur Batterien möglich sind, minimal (z.B. implantierte Herzschrittmacher). Was trotzdem häufig für Batterien spricht, ist die Tatsache, dass sich Akkus schneller selbst entladen. Lasse ich meinen Fotoapparat zB. ein paar Wochen unbenutzt liegen, sind die Akkus leer. Und wenn man sich die Supermarktregale ansieht, muss man feststellen, dass nach wie vor mehr Batterien angeboten werden als Akkus.

/ 31.1.2010 – 9:02

?? Das ist keine Werbung, sondern ein Test. (Wer lesen kann, ist klar im Vorteil). Mir hat´s jedenfalls geholfen.

swordfish / 2.2.2010 – 12:52

Ich finde, Batterien müssen sein, alleine schon wegen ihrer 1,5 Volt Zellenspannung.. Bei Geräten mit 4, 6 oder 8 Batterien fehlen schon bis zu 2,4 Volt...

J.Clauss / 6.2.2010 – 18:33

Energizer bietet übrigens auch gute Akkus an! Hatte gerade Energizer Nickel-Metall-Hydrid-Akkus in einem Fotoapparat mit im Skiurlaub und bin sehr angetan, keine Schwächen.

/ 9.3.2010 – 20:49

sagt:Nicht nur der Einzelhandel auch der Fach und GroYhandel und die Komune nimmt leere Akkus eeegngtn.Wir halten hierfur Sammelbehalter bereit.

Vinay / 25.2.2012 – 8:33

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Kytputih / 31.10.2012 – 14:55

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