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Im Frühling werden Zimmerpflanzen umgetopft, Balkonkästen neu bestückt, und für Viele beginnt die Gartenarbeit.
Überall wird hierzu passend Blumenerde angeboten. Oft besteht sie zum großen Teil aus Torf.
Der Abbau von Torf in den letzten noch verbliebenen Mooren vernichtet allerdings wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere und schadet dem Klima.
Weltweit haben Moore zwar nur noch einen Landflächenanteil von ca. 3% (etwa 400 Millionen Hektar). Aber mit rund 550 Milliarden Tonnen speichern sie genauso viel CO2, wie die gesamte Vegetation der Erde.
Aus deutschen Hochmooren werden jedes Jahr 10 Millionen Kubikmeter Torf abgebaut. Von den ehemals 9.000 Quadratkilometern Naturmoor sind heute nur noch 600 erhalten, also weniger als 7%. Jeder weitere abgebaute Kubikmeter zerstört unwiederbringlich einzigartige Moor-Naturlandschaften.
in jedem gut sortierten Gartencenter gibt es inzwischen auch torffreie Blumenerde zu kaufen. Sie besteht zum Beispiel aus Kompost, Rindenhumus oder Holzfasern. Außerdem kann sie zusätzlich Ton oder Lavagranulat zur Wasser- und Nährstoffspeicherung enthalten.
Weiterer Vorteil. Blumenerde ohne Torf besitzt zwar ähnliche bodenverbessernde Eigenschaften, versauert aber im Gegensatz zu Torf den Boden weniger.
Achtung beim Kauf: Mit Begriffen wie „torfreduziert“ oder „torfarm“ wird man häufig in die Irre geführt; diese Produkte bestehen oft noch zu weit über der Hälfte aus Torf.
Der BUND hat eine Liste mit Einkaufsmöglichkeiten für torffreie Blumenerde zusammengestellt.
Die beste Alternative: Selbst einen Kompost anlegen. Hier weiß man genau, was drin ist, es werden zu 100% Abfälle verwendet und es fallen keine umweltschädigenden Transporte an. Und außerdem ist er kostenlos.
Quelle: BUND
Pflanzen, Garten, Umweltschutz / 21.4.2010 / #
4 Kommentare
Klasse Tipp, werde ich auf jeden Fall beherzigen.
Myriam / 12.5.2010 – 21:42tipp: gibts im denns für 3,90 den 20l-sack, also auch nicht viel teurer als torf-erde. (waren heute auch im gartencenter, aber da gab nur eine sorte torffreie blumenerde und die war aus kokosfasern, aber 30 verschiedene torf-erden hatten sie - superschwach.)
ökoshopper / 5.6.2010 – 22:56Too many compliments too litlte space, thanks!
Gwenelda / 30.9.2011 – 2:23Es wird jetzt Zeit, sich mit frischer Erde ffcr die Umtopfaktion zu verogrsen.Wir schwf6ren auf das Substrat A400 sowie die Ge4rtnererde exclusiv der Firma Stender. dcberhaupt liefert Stender hervorragende Qualite4ten. Die Erde ist locker, sehr speicherfe4hig, verdichtet nicht und schmiert nicht.Dagegen hatten wir vor Jahren mit der Compo Qualite4tsblumenerde (teuerstes Produkt im Gartenfachmarkt) grodfes Pech. Die verdichtete lehmige Erde erdrfcckte die Jungpflanzen. Pilze in der Erde gaben den Fuchsien-Jungpflanzen zuse4tzlich den Rest. Reklamation blieb ohne Erfolg, nicht mal auf dem Kulanzwege gab es Entgegenkommen. Mein Fazit: He4nde weg von Combo.Seit dieser Negativerfahrung verwenden wir nur noch Stender, die wir direkt ab Werk beziehen. Auch die Lieferung per Spedition erfolgt zuverle4ssig und kurzfristig. Allerdings muss palettenweise bestellt werden (39 Sack a 70 Liter). Viele Ge4rtnerbetriebe verwenden Stendererden oder vergleichbare Qualite4ten.Einfach mal den Ge4rtnermeister seines Vertrauens fragen.
Melis / 25.7.2012 – 16:20