Tipp Nützlicher Blickfang - Prima Klima mit Kletterpflanzen

Kletterpflanzen an Fassaden und auf Dächern sehen schön aus, verbessern das Wohnklima und entlasten die Umwelt. Vor allem in städtischen Gebieten, wo Grünflächen Mangelware sind, leisten begrünte Fassaden viel für die Umwelt ...

Begründe-Fassade-mit-KletterpflanzenHorst S. steht in Gartenkluft vor seinem Haus. An einer Seite sind bis zum Dach Rankgitter an der roten Klinkerwand befestigt. Gerade hat er die frisch gesetzten Brombeeren gegossen und lächelt: „Das ist für mich, als würde ich der Natur die Fläche wiedergeben, die das Haus weggenommen hat.“

Begrünte Fassaden und Dächer haben viele Vorteile.

Zum einen für die Umwelt: Sie filtern Staub aus der Luft, binden Kohlendioxid und bieten Vögeln und andern Tieren Lebensraum und Nahrung wie z. B. Beeren oder Trauben.

Und auch für den Hausbesitzer: Die Laubdecke kühlt im Sommer und dient im Winter der Wärmedämmung. Das sorgt für angenehmes Raumklima und senkt die Heizkosten. Sie schluckt Schall und entlastet das Abwassersystem. Außerdem steigt der Wirkungsgrad von Photovoltaikanlagen in bepflanzter Umgebung aufgrund der niedrigeren Temperatur.

Wegen ihres vielfältigen Nutzens wird sowohl die Fassaden- als auch die Dachbegrünung in einigen Gemeinden finanziell gefördert.

Schlingende oder windende Kletterpflanzen brauchen eine Rankhilfe, um an ihr hoch zu klettern. Zu ihnen gehören Kletterrosen, Knöterich, Brombeeren und Himbeeren, Jasmin, Pfeifenblume und der Baumwürger.

Selbstklimmer oder Ranker kommen ohne Hilfsmittel aus. Sie haften sich über Haftscheiben oder -wurzeln an rauhe Untergründe. Vertreter sind wilder Wein, Trompetenwinde, Efeu und Waldreben (Clematis). Letztere gibt es in den verschiedensten Hybrid-Sorten mit vielfältigen Blüten.

Tipps für die Fassaden-Begrünung

  • Die meisten Kletterpflanzen vertragen nicht viel Licht am Wurzelfuß, sie bevorzugen halbschattige Plätze. Gegebenenfalls kann man dem Wurzelfuß durch vorgelagerte Büsche Schatten spenden.
  • Insgesamt mögen die meisten Kletterpflanzen eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit, wie sie an kühlen Wänden oft gegeben ist.
  • Heimische Pflanzenarten wie Efeu, Waldreben, Jelängerjelieber oder wilde Rosen und Brombeeren sind meistens robuster und frostbeständiger als exotische Gewächse.
  • An Südwänden können sommergrüne Kletterpflanzen (z. B. wilder Wein) praktisch sein. Im Sommer kühlen ihre Blätter die Wand durch Abschattung und Verdunstung und im Winter, wenn die Blätter abgefallen sind, kann die Sonne ungehindert auf die Mauer fallen.
  • Alle Kletterpflanzen haben eine maximale Steighöhe, über die sie nicht hinauskommen. Sie kann je nach Art nur 2 oder auch über 10 Meter betragen und sollte auf die Wand abgestimmt sein.
  • Wenn Kunststoffleinen als Rankhilfe verwendet werden, auf UV-Beständigkeit achten.
  • Ausreichend große Pflanzgruben anlegen, da Kletterpflanzen leicht einige Meter hoch und auch zur Seite wachsen und feuchte Böden mögen.
  • Die Selbstklimmer, die ohne Rankhilfe auskommen, finden am besten an Natursteinmauern Halt.

Jedes Haus kann grüner werden

Begrünen lässt sich grundsätzlich jede Fassade und jedes Dach bis zu einem Neigungswinkel von ca. 45 Grad. Zuvor sollte jedoch auf intaktes Mauerwerk und Putz sowie die notwendige Tragfähigkeit des Daches geachtet werden.

Stolzen Besitzern eines Flachdaches bietet sich natürlich darüber hinaus die Möglichkeit eines Dachgartens: Warum nicht auf dem Dach sonnenbaden und Tomaten ernten?

Horst S. freut sich jedenfalls schon auf die ersten Brombeeren: „Mal sehen, wer sie zuerst findet - wir oder die Vögel.“

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Garten, Energie sparen, Umweltschutz, Wohnen / 4.6.2010 / #

4 Kommentare

Horst S. scheint ein netter Zeitgenosse zu sein :-) Wir haben letztens auch überlegt, unsere Fassade zu begrünen. Allerdings hatten wir Angst, dass die Pflanzen in das Mauerwerk kommen und dort Schäden anrichten. Hat jemand damit Erfahrung?

Marie-Louise / 4.6.2010 – 20:57

Wir haben seit vielen JAhren wilden Wein an einer Hauswand. Bisher haben wir noch keine Schäden festgestellt. Der Wein klebt sich mit oberflächlichen Saugnäpfen an die Wand, macht dabei anscheinend nix kaputt. Kann aber sein, dass etwas Farbe mit abgeht, wenn man den Wein mal weg macht. Aber bis dahin muss man, auch ein Vorteil, die Wand nicht streichen.

H.M. / 9.6.2010 – 10:31

6. April 2011Kaffee aus dem Espressokocher fur den Herd. Oder Cowboykaffee (turkisch, wie es hier heiYt ). Mehr als drei Tassen am Tag sind vbteoren.

Francisco / 25.2.2012 – 0:57

kein wirkliches Outdoorfeuerzeug, da es ab einer Hf6he von 2500 bis 2800 m nicht mehr fuonrinkiett, so wie wahrscheinlich alle elektronischen Feuerzeuge. also lieber zwei BIC Feuerzeuge mit Feuerstein ffcr ein Euro ffcnfzig mit ins Gepe4ck das ist sicherer.

Jair / 31.10.2012 – 20:46

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