Tipp Putzen ohne Desinfektionsmittel

Antibakterielle Putzmittel laut Umweltamt Wiesbaden nicht nur unnötig, sondern auch schädlich.

Beim Kauf von Reinigungsmitteln hat der ambitionierte Putzteufel so einiges an Auswahl: Allzweckreiniger, Essigreiniger, Glasreiniger, Scheuermittel, Reinigungsmilch, Kalklöser, ... - Supermärkte widmen dem Thema ganze Regalwände.

Hinzu kommen so genannte Desinfektionsreiniger: Waschaktive Substanzen und Desinfektionsmittel, also keimtötende Zusätze, in einem. Diese antibakteriellen Mittel sind nach Expertenmeinung im Haushalt grundsätzlich völlig überflüssig. Mehr noch: Sie bergen Risiken für Anwender und Umwelt.

Staub und Schmutz können zwar Keime, Krankheitserreger, Schimmelsporen, Pollen und andere unerwünschte Stoffe enthalten. Die Reinigung mit Wasser, fett- oder eiweiß-lösenden Mitteln und kräftiges Schrubben reichen jedoch vollkommen aus, um Verschmutzungen im Haushalt auf ein hygienisch und gesundheitlich unbedenkliches Maß zu bringen.

Risiken durch antibakterielle Reinigungsmittel

  • Die eingesetzten Desinfektionsmittel können Allergien auslösen; einige stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
  • Sie tragen dazu bei, dass sich Bakterien ausbilden, gegen welche Antibiotika nicht mehr wirken – so genannte Resistenzen.
  • Sie beeinträchtigen die Hautflora des Menschen, die Schutz vor Fremdkeimen bietet.
  • Sie können die Wirksamkeit biologischer Kläranlagen verringern, so dass Schadstoffe in Seen und Flüsse gelangen.

Das Umweltamt der Stadt Wiesbaden rät daher dazu, im Haushalt gänzlich auf Reiniger zu verzichten, die Desinfektionsmittel enthalten.

Weitere allgemeine Hinweise:

  • Putzmittel sparsam verwenden.
  • Je frischer der Schmutz, desto weniger Putzmittel wird benötigt.
  • Konzentrate sind im Allgemeinen umweltfreundlicher als herkömmliche flüssige Mittel, wenn sie nach Anleitung verdünnt werden.
  • Auf hartnäckige Flecken Allzweckreiniger pur auftragen und einwirken lassen.
  • Bei empfindlicher Haut vorzugsweise Mittel mit nicht ionischen Tensiden verwenden (siehe Angabe der Inhaltsstoffe auf der Verpackung).

Quelle: Stadt Wiesbaden

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Wasser, Umweltschutz, Wohnen, Gesundheit / 18.4.2009 / #

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